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Haltung und Bewegung – Spiegelbild der Seele

Unser Körper, seine Haltung und Bewegung, die Mimik und unser Geist sowie unsere Psyche stehen in Wechselwirkung zueinander, sie beeinflussen sich gegenseitig. Unsere nach außen getragene Haltungs- und Bewegungsmuster haben zum Beispiel Einfluss darauf, wie andere uns sehen, einschätzen und bewerten.

Wechselwirkung von Körper und Geist

Diese Vorgänge sind das Ergebnis eines elementaren Teils unseres komplexen Systems, das wir das Unbewusstsein nennen. Angst, Trauer, mangelndes Selbstbewusstsein liegen nicht nur schwer im Bauch, sondern drücken sich auch in gebeugter Haltung und fragilen Bewegungsmustern aus. Selbstbewusstsein, Erfolg und Freude dagegen richten uns auf und sorgen für spontane Bewegungsexzesse wie beispielsweise den Freudensprung. Zahlreiche Redensarten weisen auf die Wechselwirkung von innerer und äußerer Haltung hin. Im Volksmund sollen wir „Rückgrat beweisen“, „aufrecht durchs Leben gehen“ und „uns nicht hängen lassen“. Wenn uns aber Sorgen niederdrücken oder Lebenssituationen belasten, dann fällt es schwer, Haltung zu bewahren.

Wie Haltung und Bewegung zusammenspielen

Studien bestätigen diese Zusammenhänge, indem sie Unterschiede in den Haltungs- und Bewegungsmustern zwischen depressiven Personen und gesunden Probanden im Alltag aufzeigen konnten (Adolph, D. et al 2021).  Dabei haben die Forscher Haltung, Gang und Stimmung über zwei Tage mit tragbaren Messgeräten erfasst und eine Stichprobe von 35 akut depressiven Patientinnen und Patienten mit einer Stichprobe von 36 gesunden Personen verglichen. Im Vergleich zu den Gesunden liefen die depressiven Personen langsamer, gebeugter und mit weniger Dynamik in der Auf- und Abbewegung des Körpers. Außerdem zeigte sich bei den Depressiven wie bei den Gesunden, dass die Art des Gehens die Stimmung vorhersagen konnte: Wenn Personen innerhalb einer Stunde schneller und dynamischer gegangen waren, zeigte sich eine Verbesserung der positiven Stimmung in diesem Zeitraum.

Gesundheit braucht Bewegung

Negative Gedanken und Gefühle hinterlassen im Körper stets eine gewisse Spannung. Mittels Bewegung kann man diese Spannung wieder loswerden. Das komplexe System Mensch ist evolutionsbiologisch auf regelmäßige Bewegung angewiesen. Bereits moderate Bewegung, vor allem, wenn man sie gern macht, kann nachhaltige Effekte bewirken. Es sind die muskulären Kontraktionen, die diese Erfolge auslösen. In der Stimulation der Muskulatur, unseres größten Stoffwechselorgans, liegt einer der wichtigsten Schlüssel für unsere ganzheitliche Gesundheit. Denn die faserigen Gewebe, so wissen Forscher, sind nicht nur ein in sich abgeschlossenes System, das uns auf Anweisung des Gehirns mechanisch vorantreibt. Sie bilden auch ein bedeutendes Organsystem, welches mit sämtlichen Organen des Körpers in Verbindung steht und diese nicht nur stärkt und kuriert, sondern auch positive physische, mentale und emotionale Wechselwirkungsfunktionen erzeugt. Sobald Muskelfasern in Bewegung geraten, wird ein Cocktail an molekularen Botenstoffen freigesetzt (unter anderem Eiweißstoffe, Enzyme, Hormone), die den Stoffwechsel im gesamten Körper positiv beeinflussen.

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So fühlen sich Menschen, die regelmäßig Sport machen oder anderen körperlichen Aktivitäten nachgehen, mental seltener schlecht. Wer sich drei- bis fünfmal pro Woche etwa 45 Minuten lang körperlich betätigte, fühlte sich an weniger Tagen schlecht, belegten Forscher von den Universitäten Oxford und Yale (2018). Für die Studie befragte das Team mehr als 1,2 Millionen Menschen in den USA über Jahre hinweg mehrfach danach, wie oft sie sich innerhalb der vergangenen 30 Tage schlecht gefühlt hätten. Diese Angaben verglichen die Wissenschaftler mit den Angaben der Teilnehmer zur körperlichen Gesundheit, dem Alter oder dem Beruf. Im Durchschnitt fühlten sich die Teilnehmer demnach 3,4 Tage pro Monat schlecht. Diejenigen Menschen, die regelmäßig körperlich aktiv waren – und dazu zählten neben Sport auch Hausarbeit und Rasenmähen – hatten anderthalb schlechte Tage weniger als jene Teilnehmer, die kaum aktiv waren.

Fazit

Bereits moderate Bewegungen wie ein entspannter Spaziergang können dabei helfen, die Stimmung zu verbessern und seltener niedergeschlagen zu sein. Besonders wirkungsvoll ist es, wenn dies bei einem Waldspaziergang erfolgt. Hier kommt es zu dem sogenannten „Biophilia Effekt“ (Biophilie = Die Liebe zum Leben, die Liebe zur Natur). Regelmäßige Bewegungsaufenthalte im Wald stärken nicht nur unser Immunsystem, sondern steigern auch unser Wohlbefinden. Wird Waldluft über die Atmung inklusive der Haut eingeatmet, dann kommt man in den Genuss eines Cocktails an bioaktiven Substanzen, darunter Terpene. Hierbei handelt es sich um sekundäre Pflanzenstoffe und ätherische Öle, die aus Blättern, Nadeln und anderen Pflanzenteilen stammen. In Verbindung mit der verbesserten Sauerstoffzufuhr bewirken diese eine positive Veränderungen unserer Vitalwerte und unserer emotionalen Befindlichkeit. 

Der Beitrag stammt von Dr. Dieter Breithecker. Er ist Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft für Haltungs- und Bewegungsförderung e. V. in Wiesbaden.

Sedus – Haltung seit 1871

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Mit Haltung, mit einer Vision, mit Macher-Mentalität und Mut legte Albert Stoll I. 1871 den Grundstein für das, was Sedus heute ist. 150 Jahre Unternehmensgeschichte – das sind 150 Jahre reich an Ideen, begleitet durch bahnbrechende Innovationen, voller großartiger Produkte und Lösungen.

Bei Sedus nimmt das Thema Haltung und Bewegung seit jeher einen wichtigen Stellenwert ein. Die Produkte werden nicht nur in puncto Form und Design schön gestaltet, sondern auch hinsichtlich ihrer Ergonomie optimiert. Das ist sowohl wichtig für die korrekte Haltung beim Sitzen als auch für die bestmögliche Bewegungsfreiheit. Büromöbel, die gesunderhaltend und rückengerecht sind, fördern gleichzeitig auch aktives Arbeiten. So kann die Sitzmonotonie auf dem eigenen Schreibtischstuhl durchbrochen und Bewegung in den Arbeitsalltag einfach integriert werden – zum Beispiel mit einem höhenverstellbaren Tisch. Das Mehr an Aktivität kurbelt zugleich Kreislauf und Durchblutung an, was wiederum positive Effekte auf Konzentration und Produktivität hat.

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