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Hybrid Work: Ein Blick auf die unterschiedlichen Entwicklungen in den USA und Europa

Die Sedus INSIGHTS beleuchten das Thema Hybrid Work und gehen der Fragen nach, welche Hybridmodelle weltweit gewählt werden und welchen Einfluss dies auf die Gestaltung unserer Arbeitsplätze hat. Dass die Dynamiken nicht überall gleich sind, zeigt ein Vergleich zwischen den USA und Europa anhand einiger Studien. 

 

USA: Büro? Nein, danke! 

In den Vereinigten Staaten zeichnet sich ein klarer Trend zur Hybridarbeit ab, der die Arbeitswelt nachhaltig verändert. Die Bürobelegungsrate schwankt derzeit zwischen 40 und 60 % des Niveaus vor der Pandemie, wie eine Studie des Wall Street Journal von 2023 zeigt. Dies deutet darauf hin, dass viele Arbeitnehmer weiterhin von zu Hause aus arbeiten und die Rückkehr ins Büro nur teilweise stattfindet. 

Eine Untersuchung von McKinsey aus dem Jahr 2022 bestätigt diesen Trend: 58 % der Arbeitnehmer haben die Möglichkeit, zumindest einen Teil der Woche oder sogar die gesamte Woche remote zu arbeiten. Diese Entwicklung hat erhebliche Auswirkungen auf den Immobilienmarkt. Laut einer Analyse der Boston Consulting Group aus dem Jahr 2023 werden in den nächsten drei Jahren etwa 35 bis 40 % der bestehenden Büroflächen nicht mehr benötigt. Dies könnte zu einer signifikanten Reduzierung der Büroflächen und einer Umnutzung von Bürogebäuden führen. 

Dieser Wandel ist auch im Einzelhandelssektor spürbar. In San Francisco stieg der Anteil leerstehender Geschäfte zwischen 2020 und 2022 von 4,5 auf 8,2 %, wie Forbes 2023 berichtete. Gleichzeitig erleben andere Stadtteile eine Renaissance: Die Umsätze in Bars und Restaurants in Brooklyn übertreffen mittlerweile die in der Innenstadt von Manhattan, so ein Bericht der New York Times von 2023. Dies könnte darauf hindeuten, dass sich Arbeitnehmer und Verbraucher vermehrt in Wohngegenden aufhalten und diese stärker frequentieren. 

  

Mann im Homeoffice an Sedus Schreibtisch

 

Europa: Zurück ins Büro 

Im Gegensatz zu den USA tendieren europäische Länder stärker zur Rückkehr ins Büro. Die Bürobelegungsrate in Europa erreichte etwa 70 bis 90 % des Niveaus vor der Pandemie, so das Wall Street Journal im Jahr 2023. Dies zeigt, dass viele europäische Arbeitnehmer wieder regelmäßig ins Büro zurückkehren. 

In London beispielsweise vergrößern 52 % der Unternehmen ihre Büroflächen, während nur 22 % sie verkleinern, wie aus einer Studie von Savills aus dem Jahr 2023 hervorgeht. Dies deutet darauf hin, dass viele Unternehmen in der britischen Hauptstadt weiterhin auf physische Arbeitsplätze setzen. 

Allerdings variiert die Flexibilität der Arbeitsmodelle in Europa stark. In Frankreich können laut einer Studie von ADP aus dem Jahr 2023 lediglich 18 % der Arbeitnehmer dort arbeiten, wo sie möchten. Die Zahl der Unternehmen, die ausschließlich Fernarbeit anbieten, ist im letzten Jahr um 35 % zurückgegangen, berichtet Laborability 2022. 

In Italien sieht die Situation ähnlich aus: Nur 25 % der acht Millionen potenziellen „Smart Worker“ arbeiten mindestens einen Tag in der Woche von zu Hause aus, wie Rai News 2022 berichtet. Dies zeigt, dass das Konzept der Fernarbeit in einigen europäischen Ländern noch nicht so stark etabliert ist wie in den USA. 

Zusammenfassend lässt sich sagen, die Entwicklungen im Bereich Hybrid Work unterscheiden sich deutlich zwischen den USA und Europa. Während in den USA die Flexibilität und das Arbeiten von zu Hause aus stark zugenommen haben, kehren in Europa viele Arbeitnehmer in die Büros zurück. Diese Unterschiede haben weitreichende Auswirkungen auf die Immobilienmärkte, die städtische Infrastruktur und die Wirtschaft insgesamt. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Trends in den kommenden Jahren weiterentwickeln werden. 

Mehr dazu finden sie in der aktuellen Ausgabe der Sedus INSIGHTS. 

 

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