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Urbanisierte Arbeitsumgebungen – was bedeutet das?

Verschiedene Ansätze für hybride Arbeit

In einer Zeit, in der Arbeitsplätze zunehmend urbanisiert und flexibel werden, zeigt sich ein deutlicher Trend hin zur hybriden Arbeit. Die Sedus INSIGHTS gehen der Frage nach, wie Arbeitsplätze von morgen gestaltet sein müssen, um den Anforderungen eines hybriden Modells Stand zu halten. 

Laut einer Studie von JLL aus dem Jahr 2022 bevorzugen 60 % der Arbeitnehmer hybride Arbeitsmodelle gegenüber ausschließlicher Büro- oder Heimarbeit. Diese Präferenz stellt traditionelle Arbeitsstrukturen auf den Kopf und fordert Unternehmen heraus, neue Strategien zu entwickeln. 

  

Die Notwendigkeit eines guten Grundes

Ein entscheidender Faktor für die Gestaltung urbanisierter Arbeitsumgebungen ist die Motivation der Mitarbeiter. Eine Untersuchung von Microsoft Worklab aus dem Jahr 2022 ergab, dass 73 % der Arbeitnehmer einen triftigen Grund brauchen, um ins Büro zu gehen, abgesehen von der bloßen Erwartung des Unternehmens. Diese Entwicklung zwingt Unternehmen dazu, Büros zu attraktiveren und funktionaleren Orten zu machen, die mehr bieten als nur Arbeitsplätze. 

  

Flexibilität als Schlüsselstrategie

Die Pandemie hat die Nutzung flexibler Flächen beschleunigt. 41 % der Mieter setzen nach der Pandemie verstärkt auf flexible Flächen als Teil ihrer Arbeitsplatzstrategie, so JLL im Jahr 2021. Diese Flexibilität ermöglicht es den Arbeitnehmern, je nach Bedarf und Art der Aufgabe verschiedene Arbeitsorte zu wählen, sei es das Büro, das Home-Office oder ein „Dritter Ort“, der sogenannte Third Place. 

  

Der Aufstieg der „Dritten Orte“

Da wir praktisch überall arbeiten können, muss der Grund, ins Büro zu gehen, über die reine Arbeit hinausgehen. Büros, die in ständigem Wettbewerb mit den neuen Arbeitsorten stehen, verändern sich ebenso wie die Art und Weise, wie Städte gesehen und erlebt werden. Geschäftsviertel müssen nun berücksichtigen, dass Mitarbeiter einen erheblichen Teil ihrer Arbeitstage außerhalb der Bürogebäude verbringen, was die Nachfrage nach traditionellen Büroflächen und die Nutzung städtischer Einrichtungen beeinflusst. 

In städtischen Gebieten entstehen zahlreiche alternative Arbeitsmöglichkeiten jenseits vom Zuhause und Büro. Die sogenannten Third Places erleben eine Blütezeit und bieten vielfältige Modelle und Formen, die über Cafés und Co-Working-Spaces hinausgehen. Eine Studie von JLL betont, dass hybride Arbeit heute mehr bedeutet als nur Heim und Büro; eine Vielzahl verschiedener Orte gehört inzwischen zur typischen Arbeitswoche, da Beschäftigte die Grenzen zwischen Privat- und Berufsleben neu definieren und diese häufig verschwimmen. Hier sprechen Experten von der Work-Life-Blend. 

  

Hotels und Restaurants als Arbeitsräume

Immer mehr Hotels und Restaurants verwandeln sich in informelle Arbeitsräume, die diskreter sind als ein Büro, aber ebenso gut ausgestattet und so einladend wie ein Zuhause, jedoch ohne dessen Ablenkungen. Ein Beispiel dafür ist das „Working from_The Hoxton“, das im Juli 2023 in Brüssel eröffnet wurde. Es handelt sich um einen Hybrid aus Hotel und Co-Working-Bereich mit fast 200 Zimmern und 500 verschiedenen Arbeitsplätzen. 

  

Eine neue Arbeitskultur

Die Vielfalt der Third Places in den Städten markiert eine spürbare Veränderung der Arbeitsplatzkultur. Die traditionelle Unterscheidung zwischen Büroangestellten und digitalen Nomaden verschwimmt zunehmend. Arbeitnehmer wählen je nach den spezifischen Anforderungen der Aufgabe oder der Notwendigkeit zur Zusammenarbeit unterschiedliche Arbeitsweisen. Diese Veränderungen bringen viele Unternehmen und Raumplaner dazu, mit neuen Formaten und Funktionen zu experimentieren, um traditionelle Bürogebäude in „die besten Orte zum Arbeiten“ zu verwandeln. 

  

Ein Paradigmenwechsel in Raum und Zeit

Die Einführung eines hybriden Arbeitsmodells bedeutet nicht nur, dass man sich den Arbeitsort aussuchen kann, sondern auch, zu welchem Zeitpunkt des Tages gearbeitet wird. Diese Flexibilität und Freiheit stellen die traditionelle Arbeitsplatzkultur in Frage und schaffen neue Möglichkeiten für eine ausgewogenere Work-Life-Balance. 

  

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass urbanisierte Arbeitsumgebungen eine breite Palette an flexiblen, hybriden Arbeitsmöglichkeiten bieten. Diese Entwicklung stellt traditionelle Arbeitsweisen in Frage und führt zu einer Neudefinition dessen, was ein Büro ist und sein sollte. Dies eröffnet spannende Perspektiven für die Zukunft der Arbeit und die Gestaltung unserer Städte. 

Mehr dazu finden sie in den aktuellen Sedus INSIGHTS.  

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