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Ergonomie und Wohlbefinden am Arbeitsplatz – geprägt von Sedus

Wir leben in einer Welt, in der wir von jedem Produkt und von jedem Gerät die neueste Technologie verlangen. Wir erwarten, dass unsere Autos ABS- und ESP-Technologie sowie Airbags und Navigationsgeräte besitzen, sie sollen uns sicher zur Arbeit und zurückbringen. Meistens jedoch ist diese anspruchsvolle High-Tech-Ausstattung für uns unsichtbar oder bleibt unauffällig. Das Gleiche gilt für die Technologie, die in unsere Bürostühle eingebaut ist. Sie fördert Ergonomie und Wohlbefinden am Arbeitsplatz und bringt uns bequem durch den Arbeitstag. Etwas, das unverzichtbar ist, aber häufig als selbstverständlich gesehen wird.

Die Wurzeln der Ergonomie des 21. Jahrhundert liegen in einer kleinen Stadt namens Waldshut – dort, wo die Südspitze des Schwarzwaldes auf das Nordufer des Rheins trifft, der hier eine natürliche Grenze zwischen Deutschland und der Schweiz bildet. Vor fast hundert Jahren stellte Sedus hier zum ersten Mal den Federdreh vor, den Vorfahren des modernen Drehstuhls.

Die Wurzeln der Ergonomie

Albert Stoll I prägte die Ergonomie und das Wohlbefinden am Arbeitsplatz
Albert Stoll I

1871 zog ein junger Ingenieur namens Albert Stoll von Bad Cannstatt nach Waldshut um, ohne zu wissen, dass er die Welt neugestalten und eine Pionierdynastie gründen würde, die später an seinen Sohn und Enkel übergehen sollte. Zu Beginn war es sein Traum, einen Hauptsitz und Produktionsstandort für Café- und Schaukelstühle zu schaffen, mit einem Herstellungsverfahren, bei dem Holz mit Hilfe von Wasserdampf gebogen wurde.

In den 1890er-Jahren verlagerte sich Stolls Schwerpunkt schließlich auf die Büro- und Arbeitsplatzgestaltung, zunächst mit der Entwicklung eines vierbeinigen Stuhls, der eine Dreh- und Höhenverstellung auf Basis einer Säule mit Gewindewirkung vorsah.

Albert Stoll II
Albert Stoll II

Sein Sohn Albert Stoll II. lebte den Pioniergeist weiter und trat in die Fußstapfen des Vaters. Der Junior verbreitete, dass der Stuhl als Arbeitsmittel immer wichtiger werde und begann daraufhin, erste eigene Ideen für das zu entwickeln, was wir heute Ergonomie nennen würden. Das war lange bevor der Begriff als solcher überhaupt geprägt wurde.

Im Jahr 1926 stellte Albert Stoll II. auf einer Leipziger Messe schließlich seinen Kerngedanken erstmals der Öffentlichkeit vor. Diese Federdreh-Mechanik mit einer drehbaren Mittelsäule gilt bis heute zu Recht als Vorläufer des modernen Bürostuhls.

Die Entstehung des modernen Büros

Natürlich war das nicht das Ende der Geschichte. Drei der vier Stoll-Söhne spielten eine entscheidende Rolle beim Aufbau der modernen deutschen Büromöbelindustrie. Albert Stoll III. übernahm die Leitung des Schweizer Geschäftszweiges, aus dem die Firma Giroflex mit Sitz in Koblenz hervorging. Christof und Martin Stoll übernahmen unterdessen die gemeinsame Verantwortung für das Waldshuter Unternehmen, bis es 1958 aufgeteilt wurde.

Christof Stoll prägte die Ergonomie und das Wohlbefinden am Arbeitsplatz
Christof Stoll

Christof übernahm die Leitung in Waldshut und entwickelte die Marke Sedus. Er zeigt den gleichen visionären Eifer wie seine Vorfahren und läutete eine Ära des wirtschaftlichen Erfolgs ein. Dazu gehörte auch die Einrichtung einer großen Forschungs- und Entwicklungsabteilung Anfang der 1970er-Jahre, die die Themen Ergonomie und Wohlbefinden am Arbeitsplatz nochmals voranbrachten.

Der Ansatz trug bald Früchte, denn schon bald darauf wurde ein Mechanismus entwickelt, der das ergonomische Sitzen maßgeblich verändern sollte. Die Similar-Mechanik ist heute weltweit Standard für Bürostühle, zum Zeitpunkt ihrer Einführung war sie sowohl in ihrer Raffinesse, als auch in ihrer Weitsicht beispiellos. Der Mechanismus steuert die Neigung von Sitz und Rückenlehne so, dass er der natürlichen Bewegung des menschlichen Körpers folgt. Der Stuhl ist so in ständigem Kontakt mit dem Benutzer und unterstützt ihn in verschiedenen Positionen.

Nachhaltigkeit und Wohlbefinden

Emma Stoll prägte das Wohlbefinden am Arbeitsplatz
Emma Stoll

Der visionäre Ansatz von Christof Stoll beschränkte sich jedoch nicht nur auf die Produkte des Unternehmens. Bereits in den 1950er-Jahren beschäftigte er sich mit den Aktivitäten der Firma, einschließlich der Umweltbilanz. Seine Frau Emma sorgte außerdem dafür, dass die Belegschaft mit einer ausgewogenen Ernährung versorgt wurde.

Das Ehepaar übertrug seine Firmenanteile 1985 auf die gemeinnützige Stoll VITA Stiftung, die sich unter anderem für eine gesunde Ernährung einsetzt. Die Stiftung befindet sich heute in den Originalgebäuden des Unternehmens in Waldshut, das Stoll-Stuhlmuseum ist im Zuge des Projekts „We move“ an den Hauptsitz nach Dogern umgezogen und präsentiert sich fortan als „Pfad der Geschichte“, der eine Sammlung der historischen Produkte und die Firmengeschichte präsentiert.

Ein dauerhaftes Vermächtnis

Das Vermächtnis der Pionierarbeit auf dem Gebiet der Bürogestaltung sowie der Einsatz für Ergonomie und Wohlbefinden am Arbeitsplatz sind bis heute geblieben. Im Jahr 2000 brachte Sedus den ersten Drehstuhl mit einem Öffnungswinkel von mehr als 40 Grad auf den Markt – den „open up“. Mit ihm ist das Zurücklehnen bis nahezu in die horizontale Position möglich.

Der open up Drehstuhl prägt Ergonomie und Wohlbefinden am Arbeitsplatz
Drehstuhl open up mit Assistant

Im Jahr 2012 entwickelte Sedus ein neues kinetisches Sitzkonzept und ergonomische Weltneuheit. Das Ergebnis waren sechs neue Patente, die Similar-Swing-Mechanik und ein Drehstuhl mit dem Namen „swing up“. Es scheint, als wären dem Innovationsgeist des Unternehmens keine Grenzen gesetzt.

Sedus zeigt, wie zeitgemäße, bedarfsgerechte Lösungen auf die Anforderungen des modernen Arbeitsplatzes reagieren. Das Büro des 21. Jahrhunderts muss sowohl den ergonomischen Anforderungen des Einzelnen gerecht werden, ihm die Möglichkeit geben, in verschiedenen Körperhaltungen zu arbeiten – einschließlich Sitzen und Stehen – als auch ihn ermutigen, sich zu bewegen und mit anderen zusammenzuarbeiten. >> Zum Beitrag „Lebendiges Sitzen“

Bei Innovationen geht es jedoch nicht nur um das Design physischer Produkte, sondern auch um den Gebrauch von digitalen „Werkzeugen“. Sedus hat eine Technologie entwickelt, die es den Mitarbeitern ermöglicht, den nächstgelegenen, freien Arbeitsplatz in einem Gebäude zu finden und den Aufenthaltsort der Kollegen im Büro zu ermitteln. Die Software se:connects funktioniert wie ein Navigationssystem für den Arbeitsplatz und steht ganz im Einklang mit einer langen Geschichte von Innovationen, die mit der Produktivität und dem Wohlbefinden der Menschen verbunden sind.