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Glücklich am Arbeitsplatz

Die Messung des Glücks ist mit Problemen behaftet. Nicht zuletzt, weil es schwierig ist, sowohl ein allgemeines Konzept zu definieren als auch die Beziehung zu Wirtschaft und Arbeit auszumachen. Lord Richard Layard, Programmdirektor des Centre for Economic Performance an der London School of Economics, argumentiert in seinem Buch „Happiness: Lessons from a New Science“, dass wir, wenn wir das Glück auf wirtschaftlicher Ebene betrachten, erkennen können, dass die Menschen in den letzten fünf Jahrzehnten nicht glücklicher geworden zu sein scheinen.

In einem Artikel von McKinsey aus dem Jahr 2012 wird argumentiert, dass es drei Faktoren gibt, die den Grad des Glücks und damit das Wohlbefinden bei der Arbeit definieren: Zugehörigkeit, soziale Verbindung und ein Gefühl der Zielstrebigkeit. Kluge Unternehmen werden diesen Ansatz verfolgen. Und zwar nicht nur, weil sie sich um das Wohlbefinden der Arbeitnehmer kümmern, sondern auch, weil es die Produktivität begünstigt, wenn die Mitarbeiter glücklich am Arbeitsplatz sind.

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Eine 2016 durchgeführte Studie und eine Überprüfung der Literatur durch Danica Bakotić an der Universität Split kommt zu dem Schluss, dass „die Arbeitszufriedenheit die Leistung eines Unternehmens bestimmt, und nicht die Leistung des Unternehmens die Arbeitszufriedenheit“. Ein Bericht von The Myers-Briggs Company mit dem Titel „Wellbeing in the Workplace“ aus dem Jahr 2019 untersuchte die wichtigsten Faktoren, die das individuelle Glück und Wohlbefinden bei der Arbeit mit 10.000 Menschen bestimmen. Es wurde festgestellt, dass Beziehungen als der wichtigste Faktor angesehen werden, gefolgt von Bedeutung, Leistungsbereitschaft und positiven Emotionen.

Mentale Gesundheit

Glück und Arbeitszufriedenheit sind wesentlich für unsere psychische Gesundheit. Der britische Philosoph Bertrand Russell sagte einmal, dass „eines der Symptome eines nahenden Nervenzusammenbruchs der Glaube ist, dass die Arbeit furchtbar wichtig ist und dass ein Urlaub alle möglichen Arten von Katastrophen mit sich bringen würde. Wenn ich ein Mediziner wäre, würde ich jedem Patienten, der seine Arbeit für wichtig hält, Urlaub verschreiben.“

Solche Einstellungen sind heute weit verbreitet und werden durch die Technologie so ermöglicht, dass Burnout als Berufsphänomen in die 11. Revision der Internationalen Klassifikation der Krankheiten der Weltgesundheitsorganisation aufgenommen wurde. Probleme wie Überlastung, Burnout und Trennungsangst können heimtückisch sein und sich ohne Vorwarnung einschleichen. Die Mitarbeiter sind sich möglicherweise nicht bewusst, dass sie leiden. Deshalb sollten Manager und Verantwortliche für das Wohlbefinden am Arbeitsplatz richtig geschult sein, um die Anzeichen zu erkennen und bei Bedarf Unterstützung anzubieten.

Häufige Anzeichen sind, dass Mitarbeiter um ein gesundes Gleichgewicht zwischen Arbeit und Privatleben kämpfen. Sie sind so gestresst, dass sie in letzter Minute den Urlaub absagen, spät nachts von zu Hause aus arbeiten oder darauf bestehen, bei Unwohlsein dennoch zur Arbeit zu kommen. Sie tun dies selbst dann, wenn sie sich bewusst sind, dass zu viel Zeit am Arbeitsplatz kontraproduktiv ist, da dies dazu führen kann, dass die persönliche Entwicklung und Gesundheit ignoriert und die Produktivität um mindestens ein Drittel verringert wird.

Großartige Arbeitsplätze

Dies alles bedeutet, dass Glück und gute psychische Gesundheit zentrale organisatorische Anliegen sind, und zwar sowohl auf praktischer Ebene für das kommerzielle Wohl des Unternehmens als auch auf ethischer Ebene. Diese Erkenntnis ist für Arbeitsplatzgestalter und Manager tiefgreifend. Es gilt zu verstehen, wie das Glück mit den Beziehungen zu anderen Menschen, dem Sinn des Lebens und der Förderung positiver Emotionen zusammenhängt. Jeder dieser Faktoren sollte bei der Schaffung großartiger Arbeitsplätze berücksichtigt werden. Denn die Menschen sollen das Büro mit einem Lächeln betreten und es mit einem ebenso großen Lächeln auch wieder verlassen – eben glücklich am Arbeitsplatz sein.

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